Zum Beruf des Immobilienmaklers gehört Vermittlungsgabe


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„Jedes Töpfchen hat sein Deckelchen, jeder Kater seine Katz‘ …“ So heißt es in einem alten Lied. Würde man diese Metapher auf das Berufsbild des Immobilienmaklers anwenden, müsste es wohl heißen: Jede Wohnung findet einen Mieter, jedes Haus einen neuen Besitzer … Doch was muss der Immobilienmakler wohl alles dafür tun?

Miet- und Kaufobjekte vermitteln. So könnte die einfache Antwort lauten, doch hinter dem Beruf des Immobilienmaklers steckt mehr als uns Fernsehserien glauben machen wollen: Immobilienmakler haben mehr zu tun, als nur Wohnungen und Häuser zu präsentieren – und in Anzug oder Kostüm schick auszusehen.

Zum Beruf des Immobilienmaklers und seiner lange To-do-Liste

Wer sich über das Berufsbild des Immobilienmaklers informiert, findet schnell heraus, dass es nicht einen Weg zum Beruf des Immobilienmaklers gibt, sondern mehrere Wege in diesen Beruf führen. Grundverkehrt ist hingegen die Annahme, dass man als Immobilienmakler „einfach nur gut verkaufen muss“, denn heute ist Know-how gefragt und Kunden fordern Service und Beratung – in Themen, die im Fernstudium zum Immobilienmakler praxisnah vermittelt werden.

In Anbetracht der langen To-do-Liste des Immobilienmaklers gibt es vier Hauptaufgabenbereiche des Immobilienprofis.

1.) Vermittlung von Flächen, Häusern, Wohnungen und Gewerbeimmobilien zum Kauf

Hierfür werden Objekte besucht, Angebote von Verkäufern verglichen und Preise für zu verkaufende Objekte kalkuliert. Um Käufer anzulocken, muss die Immobilie in einem Exposé gut dargestellt werden. Professionelle Fotos des Objekts sind neben Lageplänen und Grundrissen die Grundausstattung eines guten Exposés. Zu den Objektdetails gehören auch Nutzflächen (Wohnraum, Gartenflächen etc.), Zimmeraufteilung, Jahrgang des Objekts etc. Zur Lage des Objekts sollten Verkehrsanbindungen sowie die vorhandene Infrastruktur erläutert werden. Stößt das Exposé auf Interesse bei potentiellen Kunden, werden Verkaufsgespräche geführt und nach einer erfolgreichen Besichtigung im Idealfall auch Kaufverträge angefertigt sowie von Verkäufer und Käufer unterschrieben.

2.) Vermittlung von Gewerbe- und Privatobjekten zur Miete/zur Pacht

Egal ob eine Privatperson eine Wohnung vermieten möchte oder Geschäftsräume leer stehen – in jedem Fall kann ein Immobilienmakler hierbei eine große Hilfe sein, wenn er beauftragt wird, das Objekt zu vermieten oder zu verpachten. Auch hier werden Exposés erstellt, Besichtigungen durchgeführt und letztlich Verträge geschlossen.

3.) Verwaltung von Objekten wie Miethäusern, Gewerbeobjekten und Geschäftshäusern

Neben den beschriebenen Vermittlungsaufgaben kann ein Immobilienmakler auch mit der Verwaltung von Objekten betraut werden. Hier fungiert er als Berater für Mieter- und Eigentümergemeinschaften und führt entsprechende Versammlungen durch für die auch aussagekräftige Finanzberichte erstellt werden müssen. Auch das Kosten- und Leistungsmanagement liegt in seiner Hand, denn er prüft Rechnungen, wickelt nötige Reparaturen und andere anfallende Wartungsarbeiten ab und prüft, inwiefern Kosten auf Mieter und Eigentümer umgelegt werden können.

4.) Finanzierung des Immobilienkaufs

Während des Kaufs einer Immobilie fungiert der Immobilienmakler nicht selten auch als kompetenter Ansprechpartner für Finanzierungsfragen, Steuern und Kapitalanlageformen. Die Erstellung von Finanzierungsplänen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen gehören dabei ebenso zum Beruf des Immobilienmaklers wie die Abwicklung von Darlehensgeschäften. Zudem berät ein Immobilienmakler auch zur Prüfung von Immobilien, zu möglichen Sanierungsfällen und arbeitet als Wächter von komplexen Wohnanlagen.

Das Berufsbild des Immobilienmaklers erfordert viel Fachwissen

… deswegen schaffen nur die Wenigsten den Sprung ins Berufsleben, ohne eine qualifizierte Ausbildung zu absolvieren. Wer bereits berufstätig ist, für den jedoch das Berufsbild des Immobilienmaklers verlockend klingt, dem sei eine entsprechende Weiterbildung empfohlen. Per Fernstudium lässt sich die Berufstätigkeit mit der Fortbildung gut kombinieren. Und dabei erhalten angehende Immobilienmakler die nötigen Fachkenntnisse, um die Aufgaben der To-do-Liste gut zu meistern.

Auf dem Stundenplan stehen dann VWL und BWL, Rechtswissenschaften für die Immobilienbranche (Erbbaurecht, Wohnrecht, Baurecht, Mietrecht, Pachtrecht, Maklerrecht, Wettbewerbsrecht) sowie Finanzierung, Steuern und Versicherungen. Auch die Verkaufsvorbereitung, Analysemodelle zur Wirtschaftlichkeit und die Verkaufsabwicklung werden im Fernstudium behandelt.

Da die Weiterbildung zum Immobilienmakler sich größter Beliebtheit erfreut, ist es nur verständlich, dass viele Anbieter von Fernstudien entsprechende Kurse im Angebot haben. Die Grundzüge sind gleich – die Details sind unterschiedlich, daher empfiehlt sich vor der verbindlichen Buchung eines Fernstudiums zum Immobilienmakler das Informationsmaterial kostenlos und unverbindlich zu bestellen – und in Ruhe zu vergleichen.
Tipp: Achten Sie insbesondere auf mögliche Probelektionen sowie die Möglichkeiten des Studiums mit verschiedenen Medien.