Im Vergleich: Immobilienmakler IHK vs. Fernstudium


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Ein Titel wirkt. Das ist unbestritten. Doch wie sieht’s bei der Titelvergabe in der Immobilienbranche aus? Muss es denn ein „Geprüfter Immobilienmakler IHK“ sein oder vertrauen die Kunden auch den Absolventen eines Fernstudiums? Eine Forsa-Umfrage zeigt: Studenten einer Fernstudiums bringen viele Vorteile mit.

In regelmäßigen Abständen ging das Marktforschungsinstitut forsa bereits der Frage nach, ob Personalverantwortliche einen Unterschied zwischen Absolventen eines Fernstudiums machen im Vergleich zum Besuch einer klassischen Universität. Die Antwort: Ja, das tun sie. 26 Prozent der Befragten ist die Art des Abschlusses zwar egal, aber 38 Prozent der Befragten bevorzugen Absolventen von Fernstudiengängen und 33 Prozent setzen auf ein klassisches Studium.



Was die Personalverantwortlichen an einem Fernstudium Absolvent schätzen, ist Folgendes:

  • Motivation, Zeitmanagement, Disziplin
  • Berufserfahrung untermauert Theorie
  • Ehrgeiz, Leistungsbereitschaft
  • Engagement und Zielstrebigkeit

An dieser Stelle können sich die Absolventen eines Immobilienmakler Fernstudiums und die Teilnehmer eines IHK-Zertifikatskurses die Hand reichen, denn beide Weiterbildungen werden berufsbegleitend absolviert und beruhen auf der Eigeninitiative des Teilnehmers.

Aus Absolventensicht: Immobilienmakler IHK oder Fernstudium?

Um den Abschluss als „Geprüfter Immobilienmakler IHK“ zu erhalten, muss ein berufsbegleitender Zertifikatskurs an der IHK belegt werden. Dabei müssen Grundlagenseminare, Seminare zur Immobilien-Finanzierung sowie Basisseminare zum Mietvertrag, zum Gewerbemietrecht und zur Immobilienbewertung besucht werden. Darüber hinaus gibt es Wahlseminare zum Immobilienverkauf, zum Steuerrecht, zu Testamentsvollstreckungen und weiteren Inhalten. Die Lerninhalte werden in Referaten, Diskussionen und Fallbeispielen erlernt. Dafür wird in der Regel ein- bis zweimal in der Woche die Schulbank gedrückt. Am Ende muss ein Abschlusstest absolviert werden.

Das Fernstudium zum Immobilienmakler scheint inhaltlich ausführlicher zu sein, zudem dauert diese Weiterbildung insgesamt 12 Monate und ist damit länger als die meisten Weiterbildungen zum Immobilienmakler IHK. Der Vorteil des Fernstudiums liegt in der Flexibilität: Jeder Interessent kann – wenn er die Zugangsvoraussetzungen erfüllt – beginnen, wann er möchte, denn studiert wird mittels Studienheften und per Austausch im virtuellen Online-Campus. Abgeschlossen wird die Weiterbildung zum Immobilienmakler dann mit dem entsprechenden Titel als Immobilienmakler und dem entsprechenden Kurzzeichen des Fernlehrgangsanbieters. Nach der Teilnahme am Lehrgang wird ein entsprechendes Zertifikat ausgestellt.

Im direkten Vergleich zeigt sich also: Wer sich als „Schultyp“ beschreiben würde, dem ist die Weiterbildung zum Immobilienmakler bei der IHK zu empfehlen, denn hier werden Lerninhalte in schulischer Form vermittelt. Wer sich über Engagement, Zielstrebigkeit und Disziplin ein großes Maß an Flexibilität sichern möchte, der trifft mit einem Fernstudium zum Immobilienmakler die richtige Wahl. Bezüglich der Lerninhalte scheint das Fernstudium doch sehr detaillierter angelegt zu sein, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass keine aktive Gruppenarbeit stattfinden kann, bei denen zusätzliche Inhalte vermittelt werden.

Aus Kundensicht: Wird der Immobilienmakler IHK bevorzugt?

Die Meinungen von Experten deuten an, dass der IHK-Titel bei älteren Generationen mehr zählen könnte, als bei der jungen Generation, die mit Fernstudienanbietern häufiger konfrontiert werden. Das kann für Immobilienmakler wichtig sein, die sich selbstständig machen möchten. Angestellte Immobilienmakler können die Vorzüge beider Weiterbildungen nutzen.

Wohin der Trend geht? Laut der „Trendstudie Fernstudium 2014“ zu einem weiteren Wachstum im Fernstudienmarkt. Das zeigt sich nicht nur an neuen Studiengängen wie beispielsweise dem Immobilienmanagement im Fernstudienbereich, sondern auch am Wunsch nach mehr Flexibilität bei der Weiterbildung – den auch staatliche Hochschulen immer mehr mit Angeboten im Fernstudienbereich beantworten.

Das Beste von beiden: die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt IHK

Dass IHK und Fernlehrgangsanbieter nicht immer getrennte Wege gehen müssen, zeigt sich hier nun an diesem Beispiel: Sowohl im Fernstudium als auch an der IHK kann der Titel „Immobilienfachwirt IHK“ erworben werden. Die Partnerschaft der Institutionen ist dabei vergleichsweise einfach, denn nach dem Studium zum Immobilienfachwirt an der Fernhochschule, kann eine Prüfung vor der IHK abgelegt und damit die Auszeichnung als „Immobilienfachwirt IHK“ getragen werden.

Tipp: Wer sowohl in der Schule gut lernen kann, als auch im Selbststudium durchaus Qualifikationen hat, der sollte den Vergleich wagen und alle möglichen Ausbildungswege zum Immobilienmakler gegenüberstellen. Bestellen Sie daher noch heute unverbindlich und kostenlos das Informationsmaterial der Fernstudienanbieter.